Eine Gemeinschaftsproduktion von:

» Theater, Spiel & Schule e.V.
» Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
   Abt. Dezentrale Kulturarbeit
» Pyramide Hellersdorf
» Leonard-Bernstein-Gymnasium

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80 Minuten Non Stopp Aufklärungsperformance...

Seit der Erstausgabe des Kultbuches ist eine ganz neue Generation herangewachsen. Wie nimmt sie diese schonungslose und kraftvolle Story über eine Höllenfahrt aus den Endachtzigern des letzten Jahrhunderts an? Unerbittlich war die geballte Ladung einer verlorenen und allein gelassenen Jugend. Und heute in Berlin?

Nicht erst seit Aids ist der Griff zur Nadel der zuverlässige Tod auf Raten. Hip Hop, Drogen, Lehrstellenmangel und Jugendarbeitslosigkeit, Fußball, Ficken, Zigarette und Bier - all das wirkt wie ein gesellschaftlicher Alptraum.

Keine beschwichtigende Hoffnungsfreude und Sozialarbeiter-Attitüde eines betulich engagierten, gesellschaftkritischen Theaters sondern: KEIN PARDON FÜR SÜCHTIGE! Zielpublikum ist der junge Mensch von der Straße, der Schüler, die Eltern, der Mensch im mittleren Lebensalter und vor allem der Jugendliche ohne Job, wenig Kohle und minimalen Aussichten auf Besserung seiner Lebenssituation und -qualität.

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Willkommen beim Projekt Roxical vom Theater , Spiel und Schule e.V. : 8 Darsteller ( Schüler ) - ehemals vom Leonard Bernstein Gymnasium - proben zur Zeit unter der Regie vom Theaterwissenschaftler Jürgen Bonk das Theaterstück Trainspotting vom schottischen Autor Irvine Welsh - eine 80 Minuten Aufklärungsperformance mit schonungsloser Offenheit. Die Darsteller haben in Berlin die Theatergruppe Atemlos gegründet. Die Premiere wird voraussichtlich in Berlin im Januar 2009 stattfinden.

In Irvin Welshs 1993 erschienenen Roman erzählt der Autor schonungslos und mit schwarzem, britischem Humor von Hoffnungslosigkeit, Aggression und Lebensgier in einer runtergekommenen Vorstadt namens Leith. Betont verzichet er auf Wehleidigkeit und moralische Ermahnungen. Mietskasernen, Arbeitslosigkeit, dreckige Pubs, viel Alkohol und alle Arten von Drogen: der Allltag in dieser Vorstadt. Das ist auch der Alltag von Renton, Spud, Begbie, Sick Boy und Diannne; einer Clique von Jugendlichen, bei denen sich fast alles nur um Drogen dreht.

Irvine Welsh hat von seinem Roman auch eine Theaterfassung mit großem dramatischem Sog geschrieben, die auf den deutschsprachigen Bühnen mit viel Erfolg gespielt wurde. Die Erstaufführung fand am 28. April 2005 in der Schweiz unter der Regie von Urs Odermatt im Stadttheater St. Gallen statt. Im Jahr 1997 fand eine an der literarischen Vorlage orientierte, sehr freie Inszenierung an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin unter der Leitung von Intendant Frank Castorf statt.

Einer der profitabelsten britischen Filme aller Zeiten bedeutete den internationalen Durchbruch für Regisseur Danny Boyle, der Irvine Welshs Roman 1996 verfilmte. Mit seinem phantastischen, humoresken Drogen-Drama schuf der Brite einen Kultfilm für das Anti-Establishment. Seine Groteske ist brillant gespielt und sprüht nur so voller visueller Ideen. Ein düster-berauschendes, schockierendes, schmutziges Meisterwerk.